Bewirb Dich jetzt kontakt
Auslandspraktikum
Berliner Wasserbetriebe Shutterstock

Während der Ausbildung ins Ausland

Mein Auslandspraktikum auf Malta
Halli Hallo,

ich bin Max, Fachinformatiker-Azubi im zweiten Lehrjahr (Jahrgang 2021) und war über das ERASMUS+ Programm der Europäischen Union von März bis April 2023 für ein Praktikum auf Malta. In diesem Beitrag werde ich dir von meinen Eindrücken und Erfahrungen berichten und erklären, warum du diese Chance während deiner Ausbildung ebenfalls nutzen solltest.

Um ein EU-Praktikum durchzuführen, müsst ihr euch bereits ein Schuljahr im Voraus in den Wahlpflicht-EU-Kurs einschreiben und diesen Kurs einmal pro Schulwoche besuchen. Dort werdet ihr auf euer anstehendes Praktikum vorbereitet und lernt viel über die EU und das ERASMUS Programm. Zusätzlich bietet der Kurs einen freiwilligen Englisch-Unterricht an.

Warum nach Malta?

Malta war mein Zielland aus mehreren Gründen: Es herrscht ein angenehmes mediterranes Klima und Englisch ist dort die erste Amtssprache. Während des EU-Kurses tauchte ich tiefer in die maltesische Kultur und Geschichte ein, was mein Interesse nur weiter verstärkte. Malta wurde stark von der Kolonialisierung beeinflusst und erlangte erst vor einigen Jahrzehnten seine Unabhängigkeit von England. Die verschiedenen Kulturen spiegeln sich auch in der Sprache wider: Neben Englisch sprechen die Menschen auf Malta Maltesisch, eine Mischung aus Arabisch, Französisch, Italienisch und Englisch. Zum Beispiel bedeutet "Bongu" Hallo und wird wie im Französischen ausgesprochen, "Grazzi" bedeutet Danke und klingt genau wie im Italienischen. Es gibt viele weitere Beispiele, die sprachliche Parallelen widerspiegeln.

Mein Arbeitstag

Mein Arbeitstag begann meist um 9 Uhr vor Ort oder von Zuhause aus und endete gegen 17 Uhr. Mein Arbeitgeber war "Pretty Neat Inc", eine kleine Softwareentwicklungsfirma, die die IT für Inspectra betreute und Individualsoftware entwickelte. Während meiner Arbeit hatte ich die Gelegenheit, neue Technologien kennenzulernen, insbesondere Ansible. Wir mussten eine Webanwendung mit Vue.js entwickeln, um Daten von eingehenden und ausgehenden Waren von Inspectra aus einer Excel-Liste zu extrahieren und in einer SQL-Datenbank zu speichern.

Programm nach Feierabend

Nach der Arbeit ging es entweder direkt mit meinen Mitbewohnern an den Strand von Ghajn Tuffieha oder abends zu einem Event des Erasmus Student Networks (ESN) in Msida oder Sliema. Das ESN ist ein Netzwerk von jungen Studierenden und Auszubildenden, die am ERASMUS-Programm teilnehmen. Über das ESN unternahmen wir verschiedene Aktivitäten wie Surfkurse, Austausch-Events in Bars oder Sightseeing-Touren auf der Insel. Um dem ESN beizutreten, müsstet ihr Kontakt zu den jeweiligen ESN-Admins aufnehmen, deren Informationen auf deren Internetseiten zu finden sind.

Besonders begeistert war ich von der Hauptstadt Valletta mit ihren malerischen Gassen, bunten Holzbalkonen und gemütlichen Kneipen. Ich schlenderte oft einfach durch die engen Gassen und genoss die Atmosphäre.

Kontakte knüpfen

Was mir auch sehr gefiel, war der interkulturelle Austausch, den ich auf Malta erlebt habe. Durch die Vielfalt der Kulturen und Sprachen auf der Insel konnte ich eine neue Perspektive auf Europa und die internationale Gemeinschaft gewinnen. Der Austausch mit Menschen unterschiedlicher Hintergründe erweiterte mein Verständnis für andere Kulturen und stärkte das Gefühl der europäischen Zusammengehörigkeit. Es war inspirierend zu sehen, wie Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturen harmonisch zusammenleben und voneinander lernen können.

Herausforderungen meistern

Allerdings gab es auch einige herausfordernde Situationen auf der Reise, da wir anfangs mehrmals umziehen mussten, aufgrund von Problemen mit den Apartments. Ich musste hartnäckig bleiben und intensiv mit der Agentur diskutieren, um eine Lösung zu finden. Letztendlich stimmte die Agentur zu und stellte uns eine neue Unterkunft zur Verfügung – das zeigte mir erneut, dass ich manchmal hartnäckig bleiben muss.

Dennoch war die Reise eine unglaublich schöne Erfahrung, die du während deiner Ausbildung auf keinen Fall verpassen solltest. Besonders die vielen offenen und freundlichen Menschen, die ich dort kennengelernt habe, werden mir für immer in Erinnerung bleiben.

Ich möchte dem EU-Büro meiner Schule an dieser Stelle nochmals meinen Dank aussprechen für die Planung und Finanzierung meiner Reise sowie den Berliner Wasserbetrieben für die Unterstützung während dieser Zeit.

Grazzi und liebe Grüße

Max