Menü
  • Ausbildung im Home Office

Home Office bis Ende Mai…Geht das als Azubi überhaupt? Welche Aufgaben soll ich machen? Wie soll das alles funktionieren bzw. kann das überhaupt gut gehen? Diese und noch viele andere Fragen drehten sich bei mir im Kopf. Inzwischen ist über ein Monat vergangen und ich werde euch jetzt erzählen, wie sich alles entwickelt hat. Vorher noch eine kurze Info über mich: Ich bin Laura und angehende Industriekauffrau im 1. Lehrjahr.

Am Anfang war es schwer, den Tag richtig zu organisieren. Immerhin ist das eine ganz neue Situation für alle gewesen. Aber inzwischen habe ich mich gut eingelebt und es ist viel einfacher als gedacht.

 So schreibe ich jeden Tag eine To-Do-Liste, damit ich den Überblick über die ganzen Aufgaben nicht verliere. Zusätzlich haben mir aber auch meine Ausbilder sehr geholfen und konnten mir meine Fragen beantworten. Dadurch konnte ich schnell in einen routinierten Tagesablauf finden und habe aufgehört, mir ständig Sorgen zu machen. Und so freue ich mich über das, was uns ermöglicht wurde: unsere Ausbildung weiterzuführen, ohne einer Ansteckungsgefahr ausgesetzt zu sein. Ein Privileg, das andere Azubis wahrscheinlich nicht haben.

Aber wie sieht so ein Arbeitstag derzeit bei mir aus?

Jeden Morgen nach dem Aufstehen schalte ich meinen Laptop an. Mein Arbeitsplatz ist sehr minimalistisch eingerichtet und ständig woanders. Mal im Bett, mal auf der Couch. Oft wechsle ich ihn mehrmals am Tag, aber in letzter Zeit ist er doch oft im Garten. Dort kann ich dann neben der Arbeit das Wetter genießen.

Wenn der Laptop hochgefahren ist, checke ich meine Mails und gucke im Intranet nach neuen Informationen. Dann aktualisiere ich meine To-Do-Liste. Von unseren Ausbildern kriegen wir jede Woche neue Aufgaben zugeschickt. Dazu gehören Prüfungsfragen, Prozentrechnungsaufgaben und „Finde-den-Fehler-Aufgaben“, die wir beantworten sollen. So bleiben wir fit. Aber die beste Aufgabe, die wir bisher bekamen, war unser Lieblingsrezept zu kochen und dann an unsere Ausbilder zu schicken. Inzwischen haben wir sogar einen Zugang von unseren Ausbildern für das Cornelsen Portal bekommen. Darin können wir verschiedene Aufgaben bearbeiten. So gibt es zum Beispiel Lerneinheiten für Mathematik oder auch Grundlagen in den Bereichen Buchführung, Beschaffung und Personal.

Von der Schule kriegen wir auch ständig neue Aufgaben, die ich auch mit auf die Liste schreibe. Danach fange ich an, sie nach und nach abzuarbeiten. An einigen Tagen ist die Liste voller, an anderen leerer. Ganz leer war sie aber noch nie.

Nachdem ich den ersten Punkt von meiner Liste abgehakt habe, mache ich eine kleine Pause und frühstücke etwas. Danach geht es aber schon weiter. Einige Aufgaben dauern länger, andere kürzer. Die meisten Aufgaben haben eine Deadline, an der ich mich bei der Bearbeitung orientiere.

Einige Lehrer haben auch schon mit uns Videokonferenzen abgehalten, um Lösungen zu vergleichen bzw. unseren Wissensstand zu überprüfen. Das ist wie ich finde eine gute Möglichkeit in der momentanen Situation den Anschluss nicht zu verlieren. Kurz vor dem Feierabend gucke ich nochmal auf meine Liste, checke ein letztes Mal die Mails und schalte dann den Laptop aus. Über den Rest des Tages wird dann entspannt. Zwar kann man derzeit nicht sehr viel unternehmen, aber einige Dinge sind ja zum Glück immer möglich. So lese ich dann zum Beispiel ein Buch oder gehe spazieren, um Energie für den neuen Tag zu schöpfen.

Unsere Zeit auf Malta

Kommentar verfassen