Ausbilderinterview

mit Marcus Gohlke

Ausbilder für Steuerungs- und Automatisierungstechnik
Marcus Gohlke

Zur Person

Was hast Du gelernt oder studiert?

Ich bin gelernter Maschinenschlosser und Industriemeister Metall. Außerdem habe ich zahlreiche Fach- und Führungskräfteseminare besucht, wie z.B. Ausbilder-Weiterbildungen oder Seminare zur Steuerungstechnik.

Wie lange bist Du schon im Unternehmen?

Seit 1983 und es macht mir immer noch Spaß hier zu arbeiten! 1986 habe ich meine Ausbildung bei den Wasserbetrieben abgeschlossen, dann war ich Laborhandwerker. Seit 1990 bin ich nun Ausbilder.

Womit beschäftigst Du Dich gern in Deiner Freizeit? Welche Hobbys hast Du?

Am liebsten beschäftige ich mich mit meiner Familie, meinem Haus und dem Garten. Ich interessiere mich aber auch sehr für die zivile Luftfahrt. Die Technik von Flugzeugen, die Flugzeugtypen, die verschiedenen Flugzeuganstriche sowie Designs und die Flughafentechnik finde ich wahnsinnig spannend!

Was ist Dein schönstes bzw. aufregendstes Erlebnis bei den Wasserbetrieben, dass Dir bis heute in Erinnerung geblieben ist?

Ich erinnere mich immer wieder gerne an den Tag zurück, an dem ich die Zusage für meinen Ausbildungsplatz bekommen habe. Ich wollte hier unbedingt hin!
Heute, in meinem Job als Ausbilder, machen mir die vielen Erfolgserlebnisse der Azubis und die vielen tollen unterschiedlichen Jugendlichen mit den vielseitigen Interessen und Kulturen immer wieder enorm viel Freude und geben mir Motivation.

Gab es auch Stolpersteine oder schwierige Herausforderungen?

Ja natürlich, wenn man es nicht schafft einen Azubi für etwas zu begeistern, oder schlimmer - wenn ich feststelle, dass ein Azubi in einem völlig falschen Beruf „gelandet“ oder so stark überfordert ist, dass es eigentlich aussichtslos ist, die Prüfung zu bestehen oder in diesem Beruf jemals glücklich zu werden.

Was wolltest Du als Kind werden? Hattest Du einen Traumberuf als Du noch zur Schule gingst?

Eigentlich wollte ich immer etwas in der Luftfahrtbranche erlernen, später gezielt Flugzeugmechaniker werden. Dann habe ich erstmal bei den (damals noch) Entwässerungswerken den Grundberuf Maschinenschlosser erlernt, um später bei Lufthansa die Weiterbildung zum Flugzeugmechaniker zu absolvieren. Familie, Freunde und das gute Arbeitsklima bei den Wasserbetrieben haben mich dann aber von den Plänen abgehalten.

Vorausgesetzt es wäre möglich, welchen Rat würdest Du nach heutigem Wissensstand Deinem jüngeren Ich geben?

Mache es genauso wieder! Die Ausbildung und Arbeit muss dir Spaß machen. Übe einen Job aus, in dem du dich „sau“-wohl fühlst. (Das ist keine Über- oder Unterforderung!) Und gutes Arbeitsklima = Win-Win Situation.

Zum Beruf

Was lernen die Azubis bei Dir?

Alles was mit Steuerungs- und Automatisierungstechnik zu tun hat, z.B. Pneumatik (Druckluftsteuerung), Elektropneumatik (elektrische Steuerung von Druckluft), Hydraulik (Kraftübertragungen von Flüssigkeiten) und SPS (Anlagensteuerung mit Software). Diese Kenntnisse sind für alle für alle technisch gewerblichen Berufe wichtig.

Welche Talente und Vorlieben sollte man für ein Ausbildung in diesem Bereich mitbringen?

Man sollte ein technisches Interesse, Lust auf logische Zusammenhänge (gerne Knobelaufgaben lösen) und Spaß an systematischen Vorgängen haben (gewissenhafte Lösungserarbeitung bevorzugen). Außerdem sollte man strukturiert sein und klare Abläufe mögen.

Nach welchen Kriterien wählst Du Azubis aus? Auf was achtest Du bei der Auswahl der zukünftigen Auszubildenden speziell?

Ich wähle keine Azubis aus. Die Auswahl treffen die zuständigen Ausbilderinnen und Ausbilder, je nach Ausbildungsberuf. Bei der Auswahl kommt es zum einen auf die fachlichen Kompetenzen (Bspw. Kenntnisse der Mathematik, Physik usw.) und zum anderen, berufsunabhängig, auf die personellen Kompetenzen an. Hier sind besonders die Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit von hoher Bedeutung.

Zum Unternehmen

Stell Dir vor, Du fragst unsere ehemaligen Auszubildenden, was ihnen während der Ausbildung am besten gefallen hat. Was glaubst Du, würden sie antworten?

Die qualitativ gute Ausbildung mit breiter Grundlagenbildung in einem großen Betrieb mit hoher sozialer Verantwortung, guter Ausbildungsvergütung und sehr vielen Zusatz- und Sozialleistungen, die im Handwerk sonst undenkbar sind (BVG-Ticket, großer Umfang an Arbeitskleidung, diverse Kurse zur Prävention, Gesundheits- und Arbeitsschutz, Sozialberatung, Mitarbeitervertretungen uvm.).

Was würdest Du zukünftigen Auszubildenden mit auf den Weg geben, um ihnen die Arbeit bei den Wasserbetrieben zu erleichtern?

Arbeite gewissenhaft und fair, sei immer hilfsbereit!

Warum sollten junge Menschen bei den Wasserbetrieben in die Arbeitswelt starten? Was zeichnet uns aus?

Bei den Wasserbetrieben absolviert man eine sehr gute und breit gefächerte Grundlagenausbildung. Man macht die Fachausbildung auf verschiedenen Betriebsstellen, Werken und Anlagen der Berliner Wasserbetriebe. Die Azubis lernen ein hochqualifiziertes Ausbildungspersonal kennen, sie arbeiten in einem tollen Arbeitsklima unter guten Arbeitsbedingungen und erhalten eine sehr gute Ausbildungsvergütung. Sie bekommen so viele Zusatzleistungen, wie das BVG-Ticket, vielfältige Arbeitskleidung, gute Sozialleistungen und Unterstützung auch in schwierigen Lebenssituationen. Die Azubis werden garantiert für ein Jahr übernommen und haben danach gute Chancen auf ein unbefristetes Arbeitsverhältnis. Als Monopolist im öffentlichen Dienst sind die Wasserbetriebe ein wirklich sicherer Arbeitgeber.

Als Azubi ist man ein wichtiger Teil der derzeitigen und zukünftigen Daseinsvorsorge der Weltstadt Berlin. Die Versorgung mit Frischwasser und Entsorgung des Abwassers mit höchsten Umweltansprüchen, inklusive aller kaufmännischen und technischen Prozesse, die zur Realisierung dafür notwendig sind - daran arbeiten wir täglich. Und ihr könnt ein Teil davon werden.

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